Entfalte deine volle Beziehungsfähigkeit – für echten Vollkontakt mit dir und anderen, tieferes Zulassen und die Verankerung deiner emotionalen und sexuellen Lebenskraft.

Die DEEPEN-Spaces sind vertiefende Forschungsräume für verkörperte Selbsterfahrung, Nervensystem-Regulation und bewusste Intimität. In diesen sex-positiven Lernräumen verlangsamen wir Begegnungen radikal. So schaffen wir Platz, um:
- eigene Grenzen und Wünsche verhandlungsstark zu spüren,
- mehr Kontakt zur eigenen Gefühlswelt, Verkörperung und Sexualität zu kultivieren,
- gewohnte Begegnungsabläufe und Pornoklischees zu hinterfragen,
- an den eigenen Beziehungs- und Bindungsmustern zu forschen,
- und (nach-)nährende, korrigierende Beziehungserfahrungen im Körper zu verankern.
Wir nutzen diesen sex-positiven Rahmen als geschützten Selbsterfahrungsraum, um vor allem tiefer mit dir selbst in Kontakt zu kommen.
Einstieg: Um mich (Michèle) und meine Arbeit kennenzulernen bieten meine Abendformate CONNECT und EXPLORE den perfekten Einstieg.


Formate & Themen

DEEPEN | Playspace
19. Dezember 2026, 13:00-22:00 @Gesundungsraum, Zürich

DEEPEN | SlowDown & Listen
27.-30. Dez 2026, Rauhnächte @Gesundungsraum, Zürich

DEEPEN | Playspace (FEMALE Edition)
6. Februar 2027, 13:00-22:00 @Gesundungsraum, Zürich

DEEPEN | Intimacy & Boundaries
12.-14. März 2027, Wochenende ab Fr Abend @Gesundungsraum, Zürich

DEEPEN | Playspace
10. April 2027, 13:00-22:00 @Gesundungsraum, Zürich

DEEPEN | Power & Attunement
15.-17. Mai 2027, Pfingsten Sa-Mo @Gesundungsraum, Zürich
DEEPEN | Pelvis & Presence
DEEPEN | Emotions & Intensity
DEEPEN | Heart & Sex
DEEPEN | Gender & Beyond
DEEPEN | Hidden Desires
DEEPEN | Slow Sex
DEEPEN | Unshame your Anus
Allgemeiner Rahmen
Die DEEPEN-Spaces eignen sich nicht als Anfängerseminare. Erste Vorerfahrungen in Persönlichkeitsentwicklung, bewusster Körper- & Gefühlsarbeit, sowie die Auseinandersetzung mit dem allgemeinen Rahmen der DEEPEN-Spaces sind Voraussetzung für die Teilnahme.
Sex-Positivität bedeutet bei mir, dass Nacktheit, Berührung (auch an Genitalien) und sexuelle/emotionale Lebensenergie mögliche und willkommen geheißene Bestandteile der gemeinsamen Erfahrung sein können (konsensbasiert, substanzfrei, ohne Penetration). Daraus entsteht weder eine Handlungspflicht, noch ein Konsumversprechen.
Working on your SEXUALITY will confront you with your deepest WOUNDS, while revealing your most profound DESIRES. – Teal Swan
Das Feld rund um Intimität, Körperlichkeit und Sexualität berührt oft unsere verletzlichsten Schichten. Es ist prädestiniert dafür, dass alte Schutzmuster anspringen und wir unbewusste Themen – wie unerfüllte Bedürfnisse, Ängste oder alten Schmerz – schnell auf unsere Gegenüber auslagern (Projektionen).
Einen ‚sicheren‘ Erfahrungsraum bereitzustellen bedeutet für mich hier nicht, Begegnungen künstlich frei von Reibung oder Unbehagen zu gestalten. Die DEEPEN-Spaces sind vielmehr ein prozessorientiertes Übungsfeld, um in der eigenen Beziehungsfähigkeit zu reifen.
Wir schaffen gemeinsam einen belastbaren Raum, in dem auftauchende Themen sicher gehalten, erforscht und im Körper verstoffwechselt werden können. Dies ist ein fortlaufender Bewusstwerdungsprozess, der eine klare Ausrichtung ebenso erfordert wie liebevolle Geduld mit sich selbst und anderen.
Was ich als Leitung tue, um diese Räume zu gestalten:
- Radikale Verlangsamung: Ich drossle das Tempo, damit du Zeit hast, dich und deine Körpersignale wahrzunehmen.
- Klare Orientierung: Ich gebe verlässliche Strukturen und transparente Rahmenbedingungen für die jeweiligen Erfahrungsräume.
- Räume für Integration: Ich lade aktiv zu emotionalem Austausch, Reflexion und kritischer Auseinandersetzung mit dem Erlebten ein.
- Begleitung durch das Team: Wir halten ein Setting mit Assistenzteam, in dem du mit deinen Erfahrungen und Prozessen nicht alleine bleiben musst.
Was ich von dir als Teilnehmende:r fordere:
Die Bereitschaft zur ehrlichen Selbstreflexion: übe dich darin, fortlaufend Verantwortung für eigene Themen, Gefühle, Grenzen und Bedürfnisse zu übernehmen, die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere zu reflektieren und deine Irritationen aktiv anzusprechen. Unsere Vereinbarungen im nächsten Abschnitt können dir Orientierung geben, wie du das machen kannst.
Unsere Vereinbarungen als gemeinsamer Kompass
Nimm dir Zeit, um die gemeinsamen Vereinbarungen auf dich wirken zu lassen. Diese Leitlinien sind ein reichhaltiges Fundament – es ist völlig in Ordnung, wenn sich das im ersten Moment nach viel Stoff anfühlt. Es geht nicht darum, all das bereits perfekt zu beherrschen, sondern um die Bereitschaft, dich darin zu üben und zu vertieft. Während dem Seminar werden einzelne Punkte durch Übungen und kurze Einladungen im Raum verankert.
Lasse mich vor Beginn des Events/Seminars wissen, falls du Vereinbarungen nicht verstehst, mit bestimmten Punkten nicht einverstanden bist oder zusätzliche Rahmenbedingungen brauchst, um gut navigieren zu können.
Grundvoraussetzungen
- Substanzfreiheit: Der gemeinsame Erfahrungsraum ist absolut frei von Alkohol, Drogen, Potenzmitteln oder bewusstseinsverändernden Medikamenten, da diese das Spüren von Grenzen beeinträchtigen.
- Vertraulichkeit: Sprich nach dem Event/Seminar nur über deine eigenen Erfahrungen und wahre die Identität der anderen.
- Commitment & Beziehungsabsprachen: Kläre vorab deine partnerschaftlichen Vereinbarungen für Begegnungen außerhalb deiner Beziehung, halte diese ein und kommuniziere sie transparent im Feld.
Selbstkontakt & Selbstfürsorge
- Unbehagen erwarten & annehmen: Unbehagen oder Reaktivität sind Teil von intimen Begegnungsräumen. Erlaube dir, diese Zustände zunächst wahrzunehmen, statt sie sofort wegzumanagen oder im Außen zu bekämpfen.
- Radikale Freiwilligkeit: Deine Entscheidungen und dein Körper gehören dir. Du kannst dich jederzeit ohne Begründung aus Übungen/Begegnungen zurückziehen, diese in Absprache mit deinen Gegenübern anpassen, das Tempo verlangsamen, oder im Gruppensetting einfach zuschauen. Bitte informiere das Team, falls du den Raum verlässt oder das Seminar/ den Event abbrichst.
- Selbstregulation & Pausen: Erlaube dir, gut auf deinen Körper zu hören, dir Pausen zu nehmen, damit du deine Limits und Bedürfnisse mitbekommst und aktiv benennen kannst. Nimm eine innere Haltung ein, die auch den anderen Teilnehmenden Freiwilligkeit und Selfcare erlaubt.
- Assistenz-Team: Du musst schwierige Prozesse nicht alleine tragen. Unser Assistenz-Team steht dir als Co-Regulation und Landeplatz zur Seite.
Verkörperter Konsens & Grenzen
- Verkörperter Konsens (Don’t Assume – Ask): Gehe in Interaktionen niemals von stillschweigender Zustimmung aus, formuliere Anfragen klar (Austausch, Körperkontakt oder Klärung?) und verstehe ein Vielleicht als „Nein (für Jetzt)“. Wir können nur verhandeln, was wir im Körper wahrnehmen. Übe dich darin, deine Signale für Bedürfnisse und Grenzen somatisch zu spüren (Druck, Enge, Impuls, Weite) und zu bemerken, wenn du oder deine Gegenüber im Mitmach-Autopiloten (Fawn) oder in der Erstarrung (Freeze) landen.
- Neins feiern & druckfrei anfragen: Ein ehrliches Nein schützt die Verbindung. Formuliere Anfragen so, dass ein Nein leichtfällt („Am I easy to say no to?“). Eine Grenze bedeutet nicht, dass ein Angebot schlecht oder der Mensch, der anfragt nicht wertvoll ist – sondern nur, dass es gerade nicht passt.
- Grenzen begründen: Du musst dich für deine Grenzen nicht rechtfertigen. Wenn du die Kapazität dazu hast, kannst du den Kontext deines Neins als Geschenk teilen – es bleibt aber deine freie Wahl.
- Partner:innenwahl: Wenn du neu in unseren Räumen bist, folge für Begegnungen/Übungsparter:innen konsequent deinem Bauchgefühl. Als fortgeschrittene Person laden wir dich ein, eigene Aversionen mit neugierigem Interesse zu beobachten – so entstehen inklusivere Räume, die gängige Attraktivitätsmuster überwinden.
Gefühle & Fehlerkultur
- Emotionen-Positivität: Trauer, Wut, Angst, Scham oder Neid haben genauso Platz wie Lust und Freude. Wir neigen oft dazu, unangenehme Gefühle sofort wegzudrücken oder bei anderen wegzutrösten. Hier bist du eingeladen, auch diesen Gefühlen Raum zu geben.
- Raum nehmen & Raum geben: Achte bewusst auf das Gleichgewicht zwischen deinem Ausdruck und der Präsenz anderer. Übe dich darin, dir mutig Raum für deine Bedürfnisse zu nehmen, und genauso bewusst zurückzutreten, um anderen Sichtbarkeit und Entfaltung zu ermöglichen.
- Ich-Sprache & Störungen : Teile deine eigenen Gefühle und Wahrnehmungen in Ich-Botschaften mit. So kannst du Eigenverantwortung für dein Erleben übernehmen. Sprich Irritationen an, entweder direkt mit den Betroffenen oder beim Team. Störungen haben Vorrang vor dem Programm und werden prozessorientiert begleitet.
- Fehlerkultur & Inklusion: Wir wollen Grenzüberschreitungen und Diskriminierung (Rassismus, Sexismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit etc.) aktiv entgegen wirken und reflektieren wahrgenommenes Verhalten und Dynamiken, ohne die Menschen dahinter abzuwerten.
- Prozessakzeptanz & Geduld: Gleichzeitig gilt – somatische und relationale Themen lösen sich selten über Nacht. Sei darauf eingestellt, das Seminar/ den Event mit unvollendeten inneren oder äußeren Prozessen zu verlassen. Bewusstwerdung und Integration brauchen Zeit. Sollte dir eine Irritation erst nach dem Seminar bewusst werden und blockierend nachschwingen, steht dir meine Tür auch Tage, Monate, Jahre später für ein einordnendes Gespräch offen.
- Disclaimer: Bei fehlender Bereitschaft zur Selbstreflexion von kritischem Verhalten behalten wir uns den Ausschluss von Teilnehmenden zum Schutz der Gruppe vor.
Sexualität & Nacktheit
- Keine Dating-Plattform: Mir ist wichtig, dass sich alle Teilnehmenden ohne Angst vor unaufgeforderten Flirts völlig nackt, echt und verletzlich zeigen können. Lass die Haltung, jemanden zu erobern oder „anzumachen“ vor der Tür und nutze dein Gegenüber als Resonanzraum für dein Erleben im Hier und Jetzt.
- Anerkennung von Diversität: Don’t Yuck my Yum Übe aktive Toleranz für die unterschiedlichen Ausdrucksformen, (a-)sexuellen Vorlieben und Bedürfnisse anderer. Arbeite daran, Stereotypen und Schamgefühle in dir selbst abzubauen.
- Self-Paced Intimacy: Berührung (auch an Genitalien), Nacktheit oder das Ausziehen von Kleidungsschichten wird je nach Format in bestimmten Übungssequenzen angeleitet oder ist willkommen, aber niemals Pflicht. Du bestimmst zu jedem Zeitpunkt selbst, wieviel Körperkontakt du erleben, und wie viel Haut du zeigen möchtest.
- No-Penetration-Rahmen: Ein fester Rahmen ohne klassische Penetration (Penis in Vagina, Anus oder Mund) entlastet den Raum spürbar von Zielorientierung, Orgasmusdruck und gesellschaftlichen Pornoskripten und öffnet das Feld für eine kreative, entschleunigte Intimitätsforschung. Manuale-penetrative Berührungen (z. B. mit Fingern) können – je nach Format und immer klar konsensbasiert – Bestandteil sein.
- Open Touch & Genderfluidity: Wir streben keine Geschlechterquote an. Die Bereitschaft, dich jenseits heteronormativer Erwartungen auf deine Gegenüber einzulassen (z. B. auch als Cis-Mann mit anderen männlich gelesenen Personen), ist Voraussetzung.
- Safer Sex & Hygiene: Bei intimeren Körperkontakten arbeiten wir mit klaren Safer-Sex-Standards (z. B. Desinfektion, Handschuhe). Bitte komme frisch geduscht und verzichte auf starke Parfüms.
Disclaimer: Meine Seminare/ Events dienen der Selbsterfahrung, Nervensystem-Regulation und persönlichen Entfaltung. Sie ersetzen keine psychotherapeutische oder psychiatrische Begleitung. Bei akuten psychischen Krisen, unbehandelten Traumastörungen oder aktiven Abhängigkeiten ohne therapeutische Anbindung von einer Teilnahme abzuraten. Ich verweise dich gerne an entsprechende Fachpersonen.
